Kinder zum gesund Essen motivieren

Unsere Kinder kopieren was sie bei uns sehen. Doch es gibt ein paar extra Tricks, wie wir sie zum gesund essen motivieren können.

Kinder zum gesund Essen motivieren

"Mama ist ein Salatmonster", quiekt Noah vor Freude. Ich lache, natürlich hat er Recht. "Was für ein Monster bist du?”, möchte ich wissen. "Ich bin ein Teigwaren-Monster!", Sagt mein Sohn und zeigt auf seinen Teller. "Und ich bin ein Brokkoli Monster!", schließt sich Zoe dem Gespräch an. Wir sind also alle Monster an diesem Abend. Zoe und Noah finden einen Monsternamen für jeden einzelnen Verwandten und bald stecken wir Teigwaren an unseren Fingerspitzen, um echte Monster mit langen furchterregenden Krallen zu sein.

Kinder lieben es, Spaß zu haben, während sie essen. Das Monster-Spiel kann ein gutes Thema für eine Diskussion beim Abendessen sein, aber es könnte auch eine Idee zur Dekoration einer Platte sein. Du kannst Oliven für die Augen, Tomatenscheiben für die Lippen und kleine Käsestücke für die Zähne des Omeletten-Monsters verwenden. Hausgemachte Erdbeermarmelade gibt perfektes Blut ab, wenn du ein echt gemeines Monster aufleben lassen willst!

Hier sind ein paar Tricks, die ich anwende, um meine Kinder für gesunde Nahrungsmittel zu begeistern.

  1. Wir gehen zusammen einkaufen. Ich sage Zoe und Noah, dass mir einkaufen mit ihnen viel mehr Spass machen würde als alleine. Sie willigen jeweils sofort ein, mir zu helfen. Das Gemüse und die Früchte kaufen wir immer frisch vom Markt, aber wenn wir im Einkaufszentrum sind, machen wir während wir den Wagen schieben, Menüpläne. Meine Kinder sind natürlich immer hell begeistert, wenn sie von Hostessen ein Produkt zum probieren angeboten erhalten. Wahrscheinlich gehen die Mädchen davon aus, dass ich meine Kinder nicht füttere, weil sie die meiste Zeit nach mehr verlangen.
  2. Wir kochen zusammen. Ich nenne Noah "meinen kleinen Koch". Er bindet stolz seine Schürze um und setzt die Kochmütze auf. Während mein Sohn es liebt, Gemüse zu hacken und Teig zu kneten, ist Zoe nicht sehr daran interessiert. Hingegen formt sie gerne aus Teig Figuren, verziert Teller und Gebäck, macht lustige Gesichter aus dem was ich gerade gekocht habe oder bereitet mir einen frischen Fruchtsalat zu, wenn sie mir mein Herz gebrochen hast. Sie ist super süss und erkenntlich, wenn Noah etwas für uns gebacken hat. Dann bedankt sie sich und gratuliert ihm für all die Arbeit, die er an ihrer Stelle verrichtet hat.
  3. Ich mache Überraschungen. Ich lade oft spontan Gäste zum Abendessen ein. Dann suchen wir auf Spotify nach Musik und zünden Kerzen ohne besonderen Grund an. Meine Kinder lieben es, Besuch zu haben. Noah sagt dann öfters, dass er einen ‘Drink’ vorbereiten wolle. Ich lasse ihn dann immer machen, damit er motiviert bleibt. Und ich muss sagen, er hat schon prima Kreationen gemacht.
  4. Ich erkläre meinen Kindern, warum ein bestimmtes Nahrungsmittel gut für sie ist. Ich sage ihnen nie, dass sie essen sollen, was auf ihrem Teller ist, ohne die Vorteile für unseren Körper hervorzuheben. Ich würde ihnen zum Beispiel sagen, dass unser Freund Bodybuilder Serdar Aktolga viele Kichererbsen isst, weil sie mit Protein beladen sind und dass er es braucht, um Muskeln aufzubauen und einer der stärksten Männer der Welt zu sein.
  5. Wir setzen uns immer an den Esstisch und essen alle zusammen. Ein Essen und eine Unterhaltung zu teilen ist für mich unbezahlbar. Ich liebe es, zu hören, wie meine Kinder kichern, während sie mir eine Geschichte aus der Schule erzählen oder für meine Aufmerksamkeit kämpfen, indem sie Geschichten übertreiben. Da Zoe und Noah zum Mittagessen in der Schule sind, ist Frühstück und Abendessen immer Familienzeit und I-Pads, Telefone oder der Fernseher sind während dieser Zeit (ausser Sonntags wenn wir Pizza-Party haben und alle zusammen einen Film schauen) tabu.
  6. Ich bin ihr Vorbild. Meine Kinder sehen, wie ich große Portionen Essen esse. Sie haben mich nie von einer Diät reden gehört. Sie wissen, dass Mama Salat und Gemüse liebt, aber auch Käsekuchen und Schokoladenkekse. Sie lernen von mir, dass viel essen und ein Nachtisch total in Ordnung sind, solange du dich bewegst und Sport treibst.
  7. Ich unterteile den Tag in 3 Hauptmahlzeiten und je nachdem 1-2 Snacks. Wenn die Kinder zu Hause sind, gebe ich ihnen normalerweise Gurken oder Karotten als Snack vor dem Mittagessen und mache Früchte zu ihrem zweiten Snack am Nachmittag. Manchmal essen wir alle zusammen während wir Hausaufgaben machen oder wir packen die Snacks in eine Tasche und machen ein kleines Picknick im Park.
  8. Ich führe langsam neue Lebensmittel ein. Die meisten Kinder sind nicht sehr experimentierfreudig. Ich setze die Regel, dass sie einen kleinen Löffel von etwas probieren müssen, aber dass sie nicht mehr essen müssen, wenn sie den Geschmack nicht mögen. Es gilt manchmal mehrere Versuche zu unternehmen, um ihre Geschmacksnerven an neue Aromen zu gewöhnen. Am Anfang mochten Zoe und Noah Vollkorn-Teigwaren zum Beispiel überhaupt nicht. Mittlerweile wollen sie immer diese. Sie finden auch den Vollkornreis, Wildreis und Vollkornbrot viel besser als die raffinierten Alternativen.
  9. Ich erlaube meinen Kindern jeden Tag Nachtisch zu essen. Meine Kinder essen extrem gesund und sehr viel Gemüse. Wenn sie nach dem Abendessen Lust auf Nachtisch haben, gebe ich meine Erlaubnis, es sei denn, sie hatten ihr Dessert schon früher am Tag. Ich weiss genau, dass wenn ich ihnen Schokolade vorenthalte, sie hinter meinem Rücken essen werden. Das will ich nicht.
  10. Ich versuche, Essen nicht als Belohnung oder Bestechung zu verwenden. Ich möchte nicht, dass meine Kinder eine negative Beziehung zum Essen entwickeln. Wenn ich Noah Schokolade gebe, weil er hinfiel und weint, wird er sich irgendwann als Erwachsener mit Schokolade vollstopfen wenn er traurig ist.